Beppi, der kleine Igeljunge
von Sandra Henke
Kinderbuch. Softcover, erschienen im Buchverlag Andrea Schmitz / Preis: Euro 8,80 / ISBN 3-927442-94-1
Infos zum Buch
BEPPI, DER KLEINE IGELJUNGE erlebt mit seiner Familie ein Abenteuer am Fluss, verläuft sich dann jedoch und findet sein neues Zuhause im Garten der Familie Henke. Dort muss er lernen alleine zu überleben, freundet sich mit dem dicken Igel Mobo und dem getigerten Kater Moritz an. Er merkt, dass die Menschen ganz nett sind und verliebt sich in ein Igelmädchen mit dem er schließlich gemeinsam in den Winterschlaf fällt...
BEPPI, DER KLEINE IGELJUNGE ist Sandra Henkes erstes KINDERBUCH. Das Besondere ist 1. dass alle Tiere und Orte tatsächlich existieren & 2. dass man durch die detaillierte & doch unterhaltsame Beschreibung einen sehr guten Einblick in das Leben der Igel erhält. `Beppi´ ist ein Vorlesebuch für die ganz Kleinen, aber auch für die ersten Schuljahre zum selber Lesen und Lesen lernen geeignet. Im Anhang wird erklärt, wie man den Igeln beim Überwintern helfen kann. Sandra Henke hat es ihrer Mutter gewidmet, die sich um den realen Beppi kümmert.
Auf meiner Autorenhomepage (www.HenkeBuecher.de) hat Beppi sein privates Fotoalbum für euch aufgeschlagen. Ihr könnt nicht nur ihn betrachten, sondern auch Lina und Tom aus BEPPI, DER KLEINE IGELJUNGE.
Vorwort von Sandra Henke
Hallo, liebe Leserinnen und Leser,
die Geschichte, die ihr gleich lesen werdet, haltet ihr bestimmt für frei erfunden, oder? Das stimmt aber nicht! Alle Tiere, die in der Geschichte vorkommen, leben wirklich bei uns zu Hause im Garten.
Die Igel bekommen im Sommer jede Nacht von meiner Mutter einen Napf mit Futter hingestellt, damit sie auch dick genug werden, um den Winter zu überstehen. Der Napf enthält entweder extra in der Tierhandlung gekauftes Igelfutter, Katzen-futter oder ein Rührei. Fahren meine Eltern in Urlaub, werde ich mindestens zehnmal daran erinnert, ja nicht zu vergessen, um exakt 21.00 Uhr das Futter für die Igel in den Garten zu stellen.
Im Herbst werden die abgefallenen Blätter zusammengekehrt und auf die umgekippten Kisten geschüttet, die extra für die Igel zur Überwinterung aufgestellt werden. Und meine Mutter beobachtet ganz genau, wann die Igel ihren Winterschlaf beginnen und beenden, und wer jede Nacht fressen kommt.
Durch die Igel haben wir keine Schnecken mehr auf der Terrasse, die die Blumen abfressen und glitzernde Schleimstraßen hinterlassen. Manche der stacheligen Nachtschwärmer lassen sich sogar von meiner Mutter streicheln.
Der getigerte Kater aus der Geschichte heißt Moritz und wohnt bereits seit 12 Jahren bei uns im Haus und auch alles andere existiert wirklich - warum sollte ich mir da die Mühe machen, mir etwas auszudenken?
Nun wünsche ich noch einen tierischen Spaß beim Lesen!
Eure
Sandra Henke
Textproben
1. Kapitel: Beppi und Hanni
Beppi spürte, wie sich seine Mutter neben ihm bewegte und öffnete verschlafen seine Augen. Zusammen mit seiner Schwester Hanni lagen sie eng aneinander gekuschelt in ihrer Höhle im Brombeerstrauch. Jetzt streckte auch Hanni zuerst ihre Hinter- und dann ihre Vorderbeine, um den Schlaf aus ihrem Körper zu vertreiben.
Warum muss sie nur immer so früh wach werden, fragte sich der kleine Igeljunge und schloss müde seine Augen, um weiter zu schlafen.
"Aufstehen, du Schlafmütze!" rief Hanni und versetzte ihm einen Stoß.
Beppi gähnte genüsslich, um dann schnell auf seinen vier Pfoten zu stehen und Hanni ebenfalls einen Stoß zu versetzten.
Obwohl es die Mutter freute zu sehen, wie aktiv ihre zwei Kleinen waren, machte sie dem Spiel ein Ende. "Hört sofort auf damit und kommt endlich her!" Sie hatte Hunger.
Hanni lief zum Ausgang der Höhle, aber Beppi machte nur eine Grimasse. Er wollte das warme, trockene Heim nicht verlassen. Draußen ist es bestimmt kalt und nass und windig, und all das mag ich nicht, dachte er bei sich. Als er aber ein Knurren aus seinem Magen hörte, rannte er doch schnell hinter seiner Schwester her.
Vorsichtig steckte er seine Nase nach draußen und schnupperte. Es roch nach feuchtem Laub und warmer Luft, was ihn mutig machte, und so sprang er mit einem einzigen Satz aus dem Unterschlupf in die dunkle Nacht hinaus.
Seine Mutter suchte bereits im nassen Gras nach etwas zum Futtern - ein paar Schnecken vielleicht oder einen dicken Regenwurm. Hanni lief am Flussufer entlang, aber sie entfernte sich nur so weit, dass sie die Mutter immer sehen konnte.
"Hanni, pass' auf, sonst fällst du noch ins Wasser!" ermahnte die Mutter ihren Sprössling und seufzte tief. Ihr Hunger war groß. Da konnte sie nicht auch noch auf die Kinder aufpassen.
Beppi sah sich den Himmel an und war nicht mehr so zufrieden. Schwere Regenwolken nahmen ihm die Sicht auf die Sterne und er hatte sich so darauf gefreut dem Mond eine 'Gute Nacht' zu wünschen. Stattdessen sah es nach viel Regen aus. Aber zum Glück war es noch angenehm warm draußen [...]
* Alle Rechte auf die Textproben liegen bei dem Buchverlag Andrea Schmitz. |
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