Gefahr für Burg Bentheim
von Mathias Meyer-Langenhoff
Gefahr für Burg Bentheim
Die 12 jährige Lotte befindet sich mit ihrer Klasse auf einer Führung durch die Burg Bad Bentheim. Nach einem Streit mit ihrem Lehrer versteckt sie sich in der Kanzel der zur Burg gehörenden Katharinenkirche. Dort trifft sie auf Dietlinde, ein Mädchen aus dem mittelalterlichen Dörfchen gleichen Namens. Auf Geheiß ihres Lehrers Balthasar soll sie Hilfe aus dem 21. Jahrhundert holen, denn Grimmbert der Schreckliche, ein gewissenloser Heerführer, belagert die Burg, um sie zu vernichten. Dietlinde hofft, dass Lotte ihr und den bedrohten Menschen beisteht und lädt sie zu einer Zeitreise in das Jahr 1350 ein. Sie willigt ein.
Lotte erscheint diese Welt bedrohlich und faszinierend zugleich, Bentheim ist völlig anders als der Kurort in ihrer Zeit. Das mittelalterliche Dorf ist klein, schmutzig und stinkt erbärmlich, außerdem fällt ihr die unglaubliche Stille auf. Erstaunt bemerkt sie, dass Kinder ihres Alters bereits als Erwachsene gelten und Aufgaben und Pflichten übernehmen müssen, denen sie sich gar nicht gewachsen fühlen würde. Das belastet sie, deshalb ist sie erleichtert, als der freundliche Balthasar ihr erlaubt über die Bitte um Hilfe nachzudenken und zunächst in das 21. Jahrhundert zurückzukehren. Lotte verspricht ihm, sich am folgenden Tag erneut in der Katharinenkirche einzufinden, um Dietlinde ihre endgültige Entscheidung mitzuteilen.
Wieder bei ihrer Klasse, versucht sie ihrer besten Freundin Doro von der Zeitreise zu erzählen, doch diese zeigt sich skeptisch. Dennoch stimmt sie zu, Lotte am folgenden Tag nach der Schule in die Katharinenkirche zu begleiten.
Das geplante Treffen verläuft jedoch anders als geplant, denn als Lotte Doro mit Dietlinde bekannt machen will, werden sie von einer amerikanischen Touristengruppe überrascht. Damit das mittelalterliche Mädchen nicht entdeckt wird, lenkt Doro die Amerikaner und die Burgführerin durch einen vorgetäuschten Ohnmachtsanfall ab, während Lotte mit Dietlinde erneut ins Mittelalter reist. Doros Geistesgegenwart erweist sich im Nachhinein als Glücksfall, denn mit zwei Frauen aus dieser Gruppe freundet sie sich an. Sie erzählt ihnen von der Zeitreise, und die beiden Amerikanerinnen, Pam und Betty, glauben ihr. Sie sind sogar bereit, die Mädchen zu unterstützen.
Auch Lotte fasst nach ihrer abermaligen Rückkehr Vertrauen zu ihnen und die vier beginnen gemeinsam einen Plan zu schmieden. Dabei wird ihnen klar, dass sie Verstärkung benötigen. Zwei Jungen aus ihrer Klasse und gegen seinen Willen auch der Klassenlehrer stoßen als weitere Helfer hinzu. Schließlich reist die gesamte Gruppe für längere Zeit ins Mittelalter, um die Burg Bentheim vor den Angriffen des Unholds Grimmbert zu retten. Ein Zeitstrom transportiert sie und viele nützliche Dinge in die Vergangenheit.
Dort bestehen sie Abenteuer, in denen die Mädchen und ihre Helfer in jeder Hinsicht gefordert werden. Ihre erste Aufgabe ist es, die Ritter des Grafen davon zu überzeugen, Bentheim und die Burg nicht zu verlassen. Das gelingt ihnen mit Hilfe technischer Errungenschaften des 21. Jahrhunderts, wie Laptop, und sogar einem 350 PS starken Geländewagen, gesteuert von der immer kaugummikauenden Pam. Die mittelalterlichen Ritter sind beeindruckt.
Jetzt kann der Kampf gegen Grimmbert beginnen. Zwar bringt ein Verräter alles noch einmal in Gefahr, aber am Ende bleiben die Zeitreisenden gemeinsam mit den Einheimischen siegreich.
In die Abenteuergeschichte eingeflochten ist eine erste, zarte Liebesgeschichte zwischen Doro und Tom, einem der beteiligten Jungen, sowie Erfahrungen der Kinder im Schulalltag einer siebten Klasse. Die Erfahrungen in der mittelalterlichen Welt schweißt die Gruppe zusammen, und es kommt sogar zu einer Annäherung zwischen den Kindern und ihrem ungeliebten Klassenlehrer.
Erzählt wird in einer Mischung aus Humor und Spannung, unterlegt mit einem gehörigen Schuss Lokalkolorit über die Burg und Bad Bentheim. Zielgruppe sind Kinder ab 10 Jahren. |
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