Traumschnuppen
von Stefan Brinkmann
Gedichte und Gedanken des NachtPoeten , Gebundene Ausgabe, 129 Seiten, erschienen im Verlag die Blechschachtel, Preis: 14,50 Eur, ISBN 3936631018
Vorwort: Du kannst einen Stern nicht fangen. Berühren vielleicht. Greifen beinahe. Aber fangen? Nein. Selbst, wenn ein Stern fällt, uns dann zu Füßen liegt, so wurde aus dem einst funkelnden Licht aus Hoffnung und Träumen nicht mehr als ein kalter, schwerer, toter Stein. Und wir wünschten uns, er wäre dort oben geblieben. Du kannst einen Stern nicht besitzen. Dennoch oder gerade deswegen wird er dich verzaubern, inspirieren, zum Träumen verleiten. Manchmal, da berührt ein Stern dich. Und etwas bricht in dir auf. Sehnsucht nach Liebe, Angst vor der Dunkelheit, Verzweiflung ob der Distanz, ein Gefühl der Geborgenheit durch diese unüberbrückbare Nähe. Ein Mensch, der von einem Stern berührt wurde, ist leicht zu erkennen. Da ist ein funkelndes Licht in seinen Augen. Fast wie ein Stern. Du kannst einen Stern nicht erreichen. Aber du kannst ihm folgen. Und sehen, wohin er dich führt. Du kannst ein Gedicht nicht fangen ...
Der Verlag über Stefan Brinkmanns Bücher: Die Gedichte des NachtPoeten Stefan Brinkmann sind Worte eines Träumers. Eines Menschen, der glaubt, dass Gedanken lebende Wesen sind. Seine Worte voller Melancholie, Feingefühl, aber auch seine Poesie der unbeschwerten Gedanken sind Gedichte, welche die Schönheit der Traurigkeit und der Freude wie Traumschnuppen einfangen und in unseren Seelen als Traumblasen tanzen lassen. Lassen sich Gefühle, die Liebe und Zuneigung in uns jenseits unserer fünf Sinne auslösen, wirklich in Worte fassen? Stefan Brinkmann ist es gelungen, gelingt es, an jedem Tag, in jeder Nacht neue, sanfte Wore aufzunehmen und für Sie zu bannen. Mit berechtigtem Stolz darf ich Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, in der Edition Glasperle diesen jungen, so erfrischenden Dichter vorstellen. Ergreifen sie den Spiegel, den Ihnen der NachtPoet mit seinen beiden ersten Werken "Traumblasen" und "Traumschnuppen" in die Hand gibt, und schauen Sie beim Lesen selbst in Ihre eigene Seele, vom Alltag losgelöst. Begegnen sie den Elfen und lernen Sie, ihre Augen und Ohren für die Herzen der Menschen zu öffnen.
[Eduard Maier (Edition Glasperle, Verlag Die Blechschachtel)]
Textproben
Schönheit der Melancholie
Manchmal, da fragt man mich: "He, du Genie,
warum schreibst du denn immer so traurig?
Was soll denn all diese Melancholie?
Ganz ehrlich, ich finde das schaurig."
Ich lächle dann nur auf meine Weise,
auf einmal, da wird es ganz still,
und antworte langsam und leise:
"Ich sag euch, was ich damit will."
"Des Nachts, wenn die Dunkelheit all das Licht
aus euren Herzen vertreibt,
wenn die Decke aus Schwärze mit ganzem Gewicht
auf euch liegt, sich an euch reibt,
was gibt es da Schöneres, als in der Ferne
oben am Himmelszelt
all die tausend leuchtenden Sterne,
wie Seelen von dieser Welt.
Doch steht ihr dann im Abendrot
in einer Stadt voller Licht
aus Neonröhren, gleißend und tot:
Die Sterne, die seht ihr dort nicht.
Es ist die Schönheit der Melancholie,
es sind diese tausend Sterne,
es ist dieses kleine Wörtchen "Nie",
die unüberbrückbare Ferne
zwischen den Menschen, und doch sind sie nah
wie Sterne, du kannst sie nicht fangen
und dennoch berühren, ja greifen beinah,
sag mir, was willst du mehr verlangen?
Manchmal, da lösche ich gerne
alle Lichter um mich, und sieh!
Da sind sie, tausende Sterne,
die Schönheit der Melancholie."
Traumschnuppen
Die Sterne ziehen weiter,
meine ständigen Begleiter
verlassen mich.
Und stumm lass ich sie ziehen.
Sie waren nur geliehen.
Ein Traum, mehr nicht.
Vollmond
Die Nacht ist erfüllt vom kalten Feuer,
die schwarzen Schatten im silbrigen Licht
kriechen lautlos in deine Gedanken,
machen dich blind ...
Das Kind tief in dir, hörst du sein Lachen?
stiehlt sich ungesehen nach vorn,
Neugierde besiegt alle Ängste und Sorgen,
wie nutzlos sie sind ...
Du streifst durch die nächtlichen Straßen, rennst mit
den eisigen Flammen, klirrend zerspringt
der Spiegel um dich, dein Bild ist verloren,
die Wahrheit beginnt ...
* Alle Rechte auf die Textproben liegen beim Verlag die Blechschachtel. |
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