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Buchvorstellungen > Gedichte > Atmosphären Neues Buch in dieser Kategorie eintragen

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Atmosphären
von Stefan Fischer

Gedichte. 32 Seiten / Preis: 4,00 Euro

Yvonne Straub (www.lyrikecke.de) schrieb in ihrer Rezension: "Wenn ich dieses Buch mit einem Satz beschreiben müsste, so würde ich sagen: "Ein kleines Büchlein - mit großem Inhalt" Die Gedanken und Gedichte sind bewegend - sie treffen genau den Punkt. Alles in allem, ist dies wohl ein sehr außergewöhnliches Büchlein."


Textproben


Verschlossen

Erloschen ist in ihr die Sehnsucht nach Liebe.
Ein Häufchen Asche erinnert an ihre Träume.
Ängstlich verkriecht sie sich in ihrer Einsamkeit.

Es ist, als stünde ich vor einer Tür,
die eine gebrandmarkte Seele geschlossen hält.
Geduldig klopfe ich daran, doch das Misstrauen hält
sie davon ab, mir aufzumachen.
Mir ist klar, nichts erzwingen zu können und
entschließe mich zu gehen.
Zuvor aber schiebe ich einen Zettel unter
der Türe durch, auf dem geschrieben steht:

"Menschen, die das Feuer meiden, weil sie
fürchten, sich zu brennen, dürfen sich nicht
wundern, wenn sie in den kalten Momenten des
Lebens frieren..."



Dämonische Sehnsucht

Ich öffne die Tore zu meinem Herzen.
Doch dem Ruf nach Liebe folgen Sehnsüchte
die sich in Dämonen verwandeln.

Fortan gleicht meine
Seelenlandschaft einem Schlachtfeld.
Gnadenlos metzeln diese Höllenengel Bedürfnisse
nieder. Herzblut tränkt die Erde.
Hass gedeiht.

Kampflos werde ich mich aber nicht
geschlagen geben!
Die Hoffnung erhebt das Schwert.
Brüllend greife ich an:
"Weichet!"

Erbarmungslos blutiger Sinnesrausch!

Doch es sind zu viele, um alle zu töten.
Meine Kräfte schwinden.

(zweite Seite)
Die Gleichgültigkeit scheint meine wirksamste
Waffe zu sein.

Dabei sind aber eigene Verluste zu beklagen:
Mir geht die Bedeutung meines Lebens verloren.

Dunkle, schwere Wolken bedecken
meinen Geist:
Ohne einen Verbündeten werde ich
diesen Krieg verlieren!

Wieder stehe ich vor den offenen Toren meines
Herzens und rufe nach der Liebe.


Ein bewegendes Leben

Wolken türmen sich zu einem gewaltigen,
dunklen Gebilde;
Trauerweiden werden vom kräftigen Atem des
Windes hin und hergewogen.

Ich schleppe mich einem Ufer entlang und starre
mit traurigen Blick auf den unruhigen See:
Im Dämmerlicht lassen sich nur mehr die Umrisse
einiger Schwäne erkennen;
sie lassen ihre Köpfe hängen.
Es ist, als ob ihnen die Anmut,
die sie beseelte, verloren gegangen wäre.
Auch mir fällt es schwer, mich aufrecht zu halten:
Wozu bin ich auf dieser Welt,
was kann ich schon bewirken?
Fast hätte ich mich aufgegeben, als eine innere
Stimme leise und dennoch mit solch
durchdringendem Klang zu mir flüstert, dass es
selbst meine Seele noch in der tiefsten Stelle meines
Herzens deutlich hören kann:

"Wirf einen Stein ins Wasser und bedenke, auch
wenn sich seine Wellen verlaufen werden, so hat er
dennoch etwas bewegt!"




* Alle Rechte liegen bei Stefan Fischer.
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