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Die Wahrheit ist einfach
von Lars Kronlob

Gedanken eines Esoterikers. Taschenbuch, 94 Seiten, erschienen im Verlag Frick Verlag, Pforzheim / Preis: 9,90 Euro / ISBN 3-920780-81-7

Infos zum Buch

"Ich stelle mir vor, daß die Wahrheit wie ein ist Bild, welches sich aus vielen Mosaiksteinchen zusammensetzt - je mehr Teile man zusammenfügt, desto klarer wird das Bild. Und wenn schließlich das gesamte Bild sichtbar wird, stellt man fest, wie einfach es doch eigentlich ist."

Dieses Buch ist sowohl eine Einführung in die Themengebiete der Esoterik und Spiritualität für Interessierte, als auch weiterführend für Kenner und Insider. Es führt Sie zu den elementaren Fragen des Lebens aus esoterischer Sicht.

Es fordert Sie auf, sich mit Ihren eigenen Grenzen auseinanderzusetzen und möchte Ihnen helfen, die äußere und oberflächliche Welt zu hinterfragen, die uns durch Werbung und Massenmedien gezeigt wird. Oftmals ist diese Welt mehr Schein als Sein.

Erforschen und durchbrechen Sie Ihre alten Verhaltensmuster und Denkstrukturen, nehmen Sie Ihr Leben in die Hand und finden Sie Ihre eigene Wahrheit am einzigen Ort, wo sie zu finden ist - in sich selbst.
(Klappentext)


Textprobe

Realität ist nur ein Rorschach-Klecks.

Alan Watts

Unsere Fähigkeit zum Wachstum hängt unter anderem davon ab, ob wir bereit sind, unser Weltbild in Frage zu stellen. Wenn wir denken, daß wir schon alles können und alles wissen, werden wir nichts mehr lernen können.

Ich weiß nicht, ob es besser wird,
wenn es anders wird.
Ich weiß nur, daß es anders werden muß,
wenn es besser werden soll.

Wenn wir wirklich weiterkommen wollen, müssen wir bereit sein, alles, woran wir bisher geglaubt haben, in Frage zu stellen. Vielleicht haben wir unser Leben lang etwas geglaubt, was nicht stimmt. Veränderung, auch wenn sie nur gedanklich stattfindet, ist der Schlüssel zum Wachstum.

Wenn du immer nur das tust,
was du schon kannst,
wirst du auch immer der bleiben,
der du schon bist.

Als Johann Phillip Reis 1861 das erste Telefon vorstellte, lachte man ihn aus und behauptete, er sei Bauchredner. Erst 1876 wurde das Telefon durch Alexander Graham Bell wiederentdeckt.

Als George Stephenson 1814 die erste Lokomotive baute, hieß es, der Mensch könne eine Geschwindigkeit von mehr als 35 km/h nicht überleben. Aber natürlich wurde niemand verletzt, der in Stephensons Zug mitfuhr.

Später hieß es, die Schallmauer könne niemals durchbrochen werden, aber der Pilot Chuck Yeager belehrte alle eines besseren.

Die Menschen glaubten einst, die Erde sei eine Scheibe und das Zentrum des Universums. Heute wissen wir, daß sie eine Kugel ist und keineswegs im Zentrum des Universums liegt.

Nur die kollektive Ignoranz und Arroganz der Gesellschaft mit ihren Normen, mit denen sie sich selber beschränkt, hat sie bisher immer in ihrer Entwicklung aufgehalten. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Nachdem man herausgefunden hatte, daß die Erde nicht das geometrische Zentrum des Universums ist, hat man sich geeinigt, daß wir zumindest das biologische Zentrum sind, da wir ja die Krone der Schöpfung sind und die einzigen intelligenten Lebensformen im Universum. Für mich nur die Erweiterung eines Irrtums.

Die meisten Menschen haben die sogenannte Frosch-im-Brunnen-Perspektive. Ihr Bewußtsein ist so konditioniert, daß sie selektiv nur einen winzigen Teil dessen wahrnehmen, was um sie herum vorgeht.

"Natürlich hatte ihnen die Wissenschaft bereits eröffnet, daß 99,9 % des physikalischen Universums für ihre Sinne nicht sichtbar war, aber sie waren nicht in der Lage, daraus zu folgern, daß auch ein ähnlich großer Anteil des geistigen und spirituellen Universums von ihnen nicht wahrgenommen werden konnte. So gingen sie wie Roboter weiterhin ihren säugetierischen Geschäften des Überlebens, der Fortpflanzung und der Aufzucht ihrer Jungen nach."

aus Die Masken der Illuminaten von Robert Anton Wilson

Wenn wir also unsere Wahrnehmung erweitern wollen, müssen wir unserem Bewußtsein gestatten, sich zu verändern und zu wachsen. Wir müssen unser Bewußtsein sozusagen ausdehnen. Hierzu ist das Meditieren eine gute Übung, da man bei der Meditation seine Gedanken losläßt wie Wolken, die vorüberziehen. Man befreit sich zumindest eine gewisse Zeit davon, die Umwelt und die Gedanken zu bewerten. Außerdem tritt das einseitige Wahrnehmen des linearen Zeitablaufs in den Hintergrund und man nähert sich dem Zustand des Hier und Jetzt.

Lassen Sie mich auf die Zeit einmal genauer eingehen.

Unsere Zeit ist zwar mathematisch durch bestimmte Zeiteinheiten definiert, aber wie wir Zeit empfinden, hängt nur von uns persönlich ab. Zeit ist relativ. Eine Minute beim Zahnarzt kann uns unter Umständen sehr lang vorkommen, während eine Stunde mit einem geliebten Menschen quasi im Fluge vergeht.

Laufe nicht der Vergangenheit nach,
verliere Dich nicht in der Zukunft.
Die Vergangenheit ist nicht mehr.
Die Zukunft ist noch nicht gekommen.
Das Leben ist hier und jetzt.


Buddha

Ich behaupte, daß Zeit nicht existiert. Sie ist eine Illusion. Eigentlich sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eins. Aber in unserer polaren, materiellen Welt erschafft unser Bewußtsein den linearen Zeitablauf, damit wir in der Lage sind, einzelne Erfahrungen nacheinander zu machen und geordnet zu bekommen. Aber wenn wir es schaffen, ausschließlich im Hier und Jetzt zu leben und Vergangenheit und Zukunft für uns nicht länger existieren, müssen wir erkennen, daß die Ewigkeit keine Zeitspanne ist, sondern der ewige Augenblick. Wir haben die Möglichkeit, uns aus den Fängen der Zeit zu befreien. Das ist nur von unserem Bewußtseinszustand abhängig. Praktisch sieht das so aus, daß das Erleben von Zeit davon abhängt, inwieweit wir uns auf den Augenblick konzentrieren können. Wenn unser Geist sich mit der Vergangenheit beschäftigt und sich Sorgen über die Zukunft macht, liegt die Konzentration unserer geistigen Energie nicht in der Gegenwart. Und da wir Energie in Vergangenheit und Zukunft fließen lassen, bekommen beide Zustände eine faßbare Form, werden für uns Realität. Wenn wir aber unsere Energie auf das fokussieren, was wir gerade tun, erleben wir das Phänomen, welches die Japaner Zen und die Chinesen Wu Wei nennen. Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich schreibe, dann schreibe ich, usw.

Where intention goes, energy flows.
(Wohin die Aufmerksamkeit geht, fließt Energie.)

Worauf immer wir unsere Aufmerksamkeit richten, das versorgen wir mit Energie. Und wenn es sich um etwas Vergangenes oder Zukünftiges handelt, ziehen wir Energie aus der Gegenwart ab, und wir können uns folglich nicht so gut auf das konzentrieren, was wir gerade tun. Abgesehen davon können wir die Gegenwart überhaupt nicht bewußt genießen, wenn unser Geist ständig abschweift und sich mit Dingen beschäftigt, die entweder schon vergangen sind oder noch gar nicht passiert sind. Ich schlage keinesfalls vor, die Vergangenheit zu vergessen oder zu verdrängen, sondern daraus zu lernen. Das impliziert, daß wir uns damit auch beschäftigen und auseinandersetzen müssen. Aber wenn dies geschehen ist, sollten wir sie loslassen und zum Hier und Jetzt zurückkehren. Wir brauchen keine Schuldgefühle zu haben, weil wir etwas falsch oder nicht perfekt gemacht haben. Aber eine bestimmte Erfahrung war nicht umsonst, wenn wir daraus lernen und uns weiterentwickeln.

Mit der Zukunft verhält es sich ähnlich. Wenn wir uns ständig Sorgen darüber machen, was alles passieren könnte, sind wir wiederum nicht im Hier und Jetzt. Abgesehen davon ziehen wir genau die Dinge an, über die wir uns Sorgen machen. Das nennt man eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.

Natürlich ist es nichts Schlechtes, wenn wir uns Ziele setzen, etwas vornehmen oder gewisse Dinge planen. Aber nachdem wir das getan haben, sollten wir uns wieder auf den Augenblick konzentrieren. Wir haben den Samen gesät, um ein Bild zu benutzen, und jetzt müssen wir darauf vertrauen, daß der Baum wächst und Früchte trägt. Dies unterliegt natürlichen Gesetzen. Und genau so verhält es sich mit unseren Gedanken und Absichten. Wir säen sozusagen einen Gedanken, nehmen uns etwas vor, setzen uns ein Ziel, und anschließend ernten wir das Ergebnis unserer geistigen Absicht. Auch dies unterliegt natürlichen, spirituellen Gesetzen. Wir erinnern uns, daß wir das ernten, was wir säen. Dieses ist das Gesetz von Ursache und Wirkung.

* Alle Rechte auf die Textproben liegen bei dem Verlag Frick Verlag, Pforzheim.
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